Die Bereitschaft und Ortsvereinigung des Deutschen Roten Kreuzes Marbach e.V. hat seit dem 1 Juni 2005 ein Voraus - Helfer - System in Marbach eingerichtet.
Mit Erlass vom 17 September 2001 hat das Hessische Sozialministerium den Grundstein zur Einrichtung dieser Systeme gegeben. Sie sollen flächendeckend in Hessen etabliert werden.
Grundüberlegung und Ziel der Einrichtung eines solchen Systems ist, dass das "therapiefreie Intervall" ( Zeitraum zwischen Eintritt des Notfalls und Eintreffen des professionellen Rettungssystems ) durch frühzeitige qualifizierte Hilfeleistung verkürzt und somit eine Minderung von Folgeschäden erzielt wird
.
Dieser Dienst ist freiwillig und wird somit nicht durch den Träger des Rettungsdienstes finanziert. Die Kosten müssen die jeweiligen Organisationen selbst tragen.

Der Helfer vor Ort

ist mindestens 18 Jahre alt und Mitglied in einer Rotkreuzgemeinschaft

wird von der Leitstelle anhand eines Indikationskataloges alarmiert

leistet qualifizierte Erste Hilfe

gibt eine qualifizierte Meldung an die Leitstelle (Lagemeldung)

weist die Rettungsmittel ein

unterliegt der Schweigepflicht

Der Helfer vor Ort kann den Rettungsdienst nicht ersetzen.
Er kann ihn jedoch sinnvoll ergänzen.

Ausbildung

San-B-Ausbildung nicht älter als zwei Jahre

aktuelle HLW-Ausbildung

Einweisung in das „Helfer vor Ort“ System

Die Aus- und Fortbildung unterliegt der Aufsicht des Ärztlichen Leiters Rettungsdienst des Landkreises Fulda.

 

Fortbildung

der „Helfer vor Ort“ unterliegt einer jährlichen Fortbildung

die Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW), ist einmal im Jahr ist zwingender Bestandteil der Fortbildung

zweimal jährlich findet eine Teambesprechung/Einsatzbesprechung statt

 


Alarmierung

eine Alarmierung der „Helfer vor Ort“ kann nur über FME (Funkmeldeempfänger) erfolgen. Dies ist für die Leitstelle die günstigste und schnellste Möglichkeit der Alarmierung.

Dokumentation

jeder Einsatz wird auf einem Dokumentationsbogen festgehalten.

Der Dokumentationsbogen dient folgenden Zwecken:

o Einsatzbericht (chronologischer Ablauf des Einsatzes)

o Dokumentation der Hilfeleistung

o Zustand des Patienten

o Statistische Aufzählung

Der Dokumentationsbogen ist vollständig ausgefüllt innerhalb einer Woche nach Einsatzende dem Projektleiter HvO vorzulegen.

Verhalten im Straßenverkehr

in der Regel werden Privat-Fahrzeuge eingesetzt

Sondersignaleinrichtungen sind nicht zugelassen, auch keine Dachaufsetzer.

die HvO müssen sich, wie jeder andere Verkehrsteilnehmer, an die Straßenverkehrsordnung halten und besitzen keine Sonderrechte gemäß §35 StVO und §38 StVO im Straßenverkehr

mit allen HvO wird eine Belehrung über die StVO und das Verhalten im Einsatz (evtl. unter Einbeziehung der Polizei) durchgeführt

Ausrüstung

Funkmeldempfänger

Sauerstoffeinheit

Defibrillator



 

 

Notfalltasche

 

 

Verbandmaterial

Einsatzprotokolle

 
Sam Splint

Stifneck

Pulsoxymeter


Larynxtuben

Blutdruckmessgerät

Absaugpumpe


 

Beatmungs-Set

 


Marbach liegt in der Mitte zwischen den Rettungswachen in Fulda und Hünfeld. Somit liegt Marbach im Randbereich der Versorgungszonen und die Anfahrtzeiten der Rettungsmittel liegen normalerweise bei etwa 5 bis 8 Minuten, gelegentlich kann es auch länger dauern. Somit kann ein "Helfer vor Ort" die Zeit bis der Rettungsdienst eintrifft mit qualifizierter Erster Hilfe überbrücken.

Das Einsatzgebiet des DRK Marbach ist auf Marbach und die nähere Umgebung begrenzt, da sonst der Zeitvorteil nicht mehr gegeben wäre.

In Ausnahmesituationen (extreme Wetterbedingungen, viele zeitgleiche Notfälle) kann es natürlich auch vorkommen, dass die Leitstelle den Voraushelfer zu einem Ziel außerhalb dieses Bereiches alarmiert.

Wir hoffen mit dieser zusätzlichen Leistung einen wichtigen Beitrag für die Gesundheit der Marbacher Bevölkerung zu erfüllen.

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Ansprechpartner

 
Herr

Stefan Simon

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